Immer wieder haben in den vergangenen Jahren tödliche Skiunfälle von Freizeitsportlern für Aufsehen gesorgt. Eine alte Weisheit sagt „Vorbeugen ist besser als heilen“ – und genau das greift die Kampagne „Kopf schützen, Helm benützen“ auf. Die Aktion wurde heute in Bozen vorgestellt. Die Südtiroler Sporthilfe hat im Palais Widmann eine Sensibilisierungskampagne vorgestellt, die zusammen mit dem Land Südtirol und der Berufskammer der Skilehrer durchgeführt wird. Dabei wird mit dem Slogan KOPF SCHÜTZEN, HELM BENÜTZEN für den Skihelm bei Erwachsenen geworben.
Der Präsident der Sporthilfe WALTER AUSSERHOFER bedankte sich für die großartige Unterstützung von Seiten des Landesrat HANS BERGER und vor allem bei den Testimonials, die diese Aktion noch interessanter und authentischer machen. Vor allem ist es gelungen, den VIZE WELTMEISTER und Weltklasse Skirennläufer PETER FILL als prominentester Testimonial dafür zu gewinnen, aus weil er zum einen von dieser Botschaft felsenfest überzeugt ist, zum anderen auch weil Peter als jugendlicher Skirennläufer auch von der Südtiroler Sporthilfe gefördert worden ist. Ein großer Dank geht auch an ERWIN STRICKER, seines Zeichens Gründungsmitglied der Sporthilfe und Skiexperte Nummer 1.
„Wir wollen damit auf die Eigenverantwortung der Skifahrer setzen, um nicht auf Gesetze oder Verordnungen zurückgreifen zu müssen", stellte Landesrat Hans Berger bei der heutigen Vorstellung der Kampagne fest. „Denn nach jedem Unfall mit schwerwiegenden Folgen wird der Ruf nach einer strengeren Reglementierung lauter", so der Landesrat, der aber klarstellte: „Es kann nicht sein, dass sich ein Freizeitsportler bei jeder Bewegung fragen muss, ob er sich wohl gesetzeskonform verhält."
Andererseits komme es aber vor, dass so mancher Skifahrer seine Fähigkeiten überschätze und damit eine Gefahr für sich und andere darstelle, meinte Berger. „Dennoch – Skifahren war statistisch gesehen noch nie so sicher wie heute. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Pistensituation im Bezug auf Aufstiegsanlagen und Pisten kaum irgendwo sonst so sicher geregelt ist wie in Südtirol“, führte der Landesrat aus.
Mit der Aktion „Kopf schützen, Helm benützen“ greife man eine altbekannte Weisheit auf, nämlich jene, dass vorbeugen besser als heilen sei, erläuterte Berger.
Die Südtiroler Sporthilfe, gemeinsam mit dem Land Südtirol und der Skilehrerkammer hat man deshalb eine Aktion zur Sensibilisierung der Skifahrer gestartet. In Skigebieten, auf Plakaten, mit Inseraten in den Medien, entsprechenden Angeboten in den Skiverleihen, Anzeigen auf Bussen und Informationsmaterial soll auf die Gefahren des Skifahrens ohne Helm aufmerksam gemacht und zum Tragen eines Kopfschutzes angeregt werden.
Diesbezüglich hätten die Skilehrer eine Vorbildfunktion, weshalb es wichtig sei, dass auch diese Helme tragen. „Es war nicht einfach, die Kollegen von dieser Aktion zu überzeugen, vielleicht auch weil sie dem Image des Skilehrers entgegen wirkt. Wir sind uns aber der Bedeutung dieser Kampagne bewusst", erklärte Claudio Zorzi, Präsident der Berufskammer der Skilehrer. Der Präsident der Skilehrer CLAUDIO ZORZI unterstrich aber auch, dass neben dem Tragen des Skihelmes selbstverständlich eine gute Technik und vor allem eine gute Selbsteinschätzung Voraussetzung für unfallfreies Skifahren sind. Die Berufskammer mache bereits seit 3 Jahren eine groß angelegte Sicherheitskampagne und sie freue sich, jetzt mit dieser Aktion zusätzlich unterstützt zu werden. In 10 Südtiroler Skigebieten wird es einen ganzen Tag geben, wo das Thema ICH HABE SPASS, GANZ SICHER! Im Mittelpunkt stehen wird. Die genauen Termine findet man unter www.suedtiroler-skischule.it Eine Vielzahl von Südtiroler Prominenten hat sich als Gesichter der „Kopf schützen, Helm benützen“-Kampagne zur Verfügung gestellt, zum Beispiel Unternehmerin Maria Niederstätter, Alex Podini oder Manfred Brandstätter, der Primar des Landesnotfalldienstes. Auch SuperG-Vizeweltmeister Peter Fill ist darunter. „Ich unterstütze diese Aktion mit Überzeugung, nicht zuletzt deshalb, weil sich viele Freizeitskifahrer gar nicht bewusst sind, welche Geschwindigkeiten sie auf der Piste erreichen", erklärt der 29-jährige Kastelruther. |
v.l. Claudio Zorzi, Peter Fill, Walter Ausserhofer, Hans Berger, Erwin Stricker und Much Pichler präsentieren die Sensimilisierungskampagne |